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Louvre

  • art-museum
  • museum
  • 4.7
  • Preis: €22
  • Öffnungszeiten: Mi-Mo 09:00 - 18:00, dienstags geschlossen
Wegbeschreibung
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Geschichte

Der Louvre begann als mittelalterliche Festung, die um 1190 errichtet wurde, um Paris vor einem drohenden englischen Angriff von Westen zu schützen; die steinernen Fundamente mit Wassergraben und rundem Bergfried sind noch heute im Untergeschoss des Museums sichtbar. In den folgenden vier Jahrhunderten verwandelten französische Könige die Festung nach und nach in einen königlichen Palast und fügten Flügel und Höfe im jeweils gerade modischen Stil hinzu.

1793, während der Revolution, wurde er zum öffentlichen Museum, als die neue Regierung die einstige königliche Kunstsammlung den einfachen Bürgern öffnete — ein bewusstes Statement, dass Kultur der Nation gehöre, nicht der Krone. Fast zwei Jahrhunderte später, 1989, kam I. M. Peis gläserne Pyramide als neuer Haupteingang des Museums hinzu; damals heftig umstritten, weil sie mit dem historischen Hof drumherum kontrastierte, ist sie inzwischen selbst zu einem der bekanntesten Wahrzeichen von Paris geworden.

Meisterwerke

Die Sammlung umspannt neun Jahrtausende in Abteilungen für ägyptische, altorientalische, griechische und römische Antiken, europäische Malerei und Bildhauerei sowie Kunsthandwerk — einer der umfassendsten Überblicke über die menschliche Kreativität, die jemals unter einem Dach zusammengetragen wurden.

Die meisten Besucher steuern gezielt drei Werke an: die Mona Lisa, hinter Schutzglas im Salle des États und Anziehungspunkt für mehr Menschen als jedes andere einzelne Kunstwerk der Welt; die armlose Venus von Milo, eine hellenistische Skulptur, deren fehlende Gliedmaßen ihre Faszination nur noch gesteigert haben; und die Nike von Samothrake, die dramatisch an der Spitze einer großen Treppe schwebt, als würde sie noch immer den Wind am Bug eines Schiffes durchschneiden.

Wussten Sie schon?

Mit rund 73.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche ist der Louvre so gewaltig, dass man ihn bei einem einzigen Besuch unmöglich vollständig sehen kann — selbst eine straff geplante Route zu nur den Höhepunkten kann einen ganzen Tag füllen.

Unter dem Museum, im Flügel Sully, können Besucher zwischen den ausgegrabenen Steinmauern, Türmen und dem Wassergraben der ursprünglichen mittelalterlichen Festung wandeln, die bei Renovierungsarbeiten in den 1980er-Jahren freigelegt wurden — ein wirklich stimmungsvoller Abstecher, an den die meisten Touristen auf dem Weg zur Mona Lisa gar nicht erst denken.

Gut zu wissen

Ein Zeitfenster-Ticket im Voraus zu buchen ist unerlässlich, besonders in der Hochsaison, denn die Warteschlangen ohne Reservierung können sich über Stunden hinziehen. Wer wenig Zeit hat, sollte die Route um die drei oder vier Werke herum planen, die er unbedingt sehen möchte — Mona Lisa, Venus von Milo und Nike von Samothrake sind ein solider Ausgangspunkt — statt zu versuchen, jeden Flügel abzudecken.

Die gläserne Pyramide ist nicht der einzige Weg hinein: Der unterirdische Eingang Carrousel du Louvre, erreichbar über die Tuilerien oder die Rue de Rivoli, ist in der Regel deutlich weniger überlaufen, und die Porte des Lions bietet eine weitere Alternative, wenn sie geöffnet hat — ihre Öffnungszeiten sind allerdings unregelmäßig, weshalb man sie eher als Bonusoption denn als sichere Variante betrachten sollte.