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Avenue des Champs-Élysées

  • piazza
  • 4.5
  • Preis: Kostenlos
  • Öffnungszeiten: Jederzeit zugänglich (Allee)
Wegbeschreibung
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Geschichte

Die Avenue entstand 1667, als André Le Nôtre — der Landschaftsarchitekt hinter den Gärten von Versailles — eine baumgesäumte Promenade von den Tuilerien aus in Richtung offenes Land verlängerte. Die folgenden zwei Jahrhunderte brauchte es, bis daraus die Avenue wurde, die wir heute kennen: nach und nach verlängert, gepflastert und mit prächtigen Stadtpalais gesäumt, während sie sich dem Arc de Triomphe näherte, der selbst erst 1836 vollendet wurde. Ihren Namen verdankt sie den "Elysischen Feldern" der griechischen Mythologie, dem Paradies der Helden — eine angemessen erhabene Bezeichnung für eine Straße, die auf Wirkung angelegt war.

Im Zuge ihrer Entwicklung wurde die Avenue zum zeremoniellen Rückgrat der französischen Hauptstadt: Schauplatz der jährlichen Militärparade zum Nationalfeiertag, Ziellinie der Tour de France sowie von Staatsumzügen und Feierlichkeiten, die sie seit dem 19. Jahrhundert nutzen. Nur wenige Straßen weltweit vereinen diese Mischung aus feierlichem Zeremoniell und alltäglichem Spektakel auf ähnliche Weise.

Wussten Sie schon?

Die Avenue hat zwei sehr unterschiedliche Gesichter. In der Nähe der Place de la Concorde ist sie bis heute Parkanlage und formaler Garten, ganz ähnlich wie zu Le Nôtres Zeiten, während sich der obere, zum Triumphbogen ansteigende Abschnitt im Lauf des 20. Jahrhunderts mit Flagship-Stores, Luxusboutiquen, Autohäusern und Kinos füllte. Die Pariser prägten sogar einen eigenen Ausdruck für das ziellose Flanieren dort, "faire les Champs" — ein Spaziergang die Avenue hinauf wurde zur Beschäftigung an sich.

Doppelte Reihen von Platanen und Gehwege, breit genug zum Schlendern statt zum Eilen, verleihen der Avenue eine theatralische, unaufgeregte Atmosphäre, und die leichte, gleichmäßige Steigung zum Arc de Triomphe hin ist kein Zufall — sie wurde bewusst so angelegt, den Blick zum Monument zu lenken und die Annäherung mit jedem Schritt majestätischer wirken zu lassen. Der Effekt hat sie zu einer der meistfotografierten Straßen der Welt gemacht.

Gut zu wissen

Ein Spaziergang die Avenue entlang kostet nichts, und sie ist nie geschlossen — allerdings verlangen Cafés und Restaurants direkt an den Champs-Élysées für recht gewöhnliches Essen einige der höchsten Preise von Paris. Wer in die Seitenstraßen abbiegt, etwa in die Rue Marbeuf oder die Rue de Ponthieu, bekommt meist ein besseres Essen für einen Bruchteil des Preises.

Die sanfte Steigung zum Arc de Triomphe sorgt für eindrucksvolle Fotos in beide Blickrichtungen, besonders früh am Morgen, bevor Menschenmassen und Verkehr zunehmen. Am 14. Juli oder an Silvester sollte man einen Besuch besser meiden, es sei denn, die Menschenmenge gehört zum Plan — an beiden Terminen wird die Avenue zu einem der am dichtesten bevölkerten Straßenabschnitte Frankreichs.