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Île de la Cité

  • old-town
  • 4.6
  • Preis: Kostenlos
  • Öffnungszeiten: Jederzeit zugänglich (Insel)
Wegbeschreibung
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Geschichte

Lange bevor es Paris gab, wählte ein keltischer Stamm namens Parisii diese bootsförmige Insel als natürlichen Übergang über die Seine und ließ sich hier irgendwann vor dem 3. Jahrhundert v. Chr. nieder – und gab der künftigen Hauptstadt damit sowohl ihren Standort als auch ihren Namen. Nach der Eroberung Galliens erkannten die römischen Legionen denselben strategischen Wert und befestigten die Insel, wodurch der Grundstein für die Stadt gelegt wurde, die später auf beiden Seineufern wachsen sollte.

Im Mittelalter wurde die Insel zum unangefochtenen Sitz königlicher und kirchlicher Macht Frankreichs. Die kapetingischen Könige errichteten hier ihren Palast, der später zur Conciergerie und zur juwelenartigen Sainte-Chapelle umgebaut wurde, während das Bistum an der Ostspitze der Insel Notre-Dame erbaute. Dieses dichte mittelalterliche Gefüge überdauerte Jahrhunderte, bis Baron Haussmanns umfassende Stadterneuerung im 19. Jahrhundert die Insel härter traf als fast jeden anderen Teil der Stadt: Ein dicht besiedeltes Viertel mit rund 25.000 Bewohnern wurde abgerissen, um Platz für die breiten Straßen, das Hôtel-Dieu-Krankenhaus und die Polizeipräfektur zu schaffen, die noch heute ihr Zentrum prägen.

Wussten Sie schon?

Trotz seines Namens, der "neue Brücke" bedeutet, ist der Pont Neuf an der Westspitze der Insel tatsächlich die älteste noch erhaltene Brücke über die Seine, fertiggestellt 1607 unter Heinrich IV. Anders als frühere Pariser Brücken wurde sie ohne Häuser an ihren Seiten errichtet und bot den Fußgängern jener Zeit einen bis dahin unbekannt freien Blick auf den Fluss – eine Neuheit, die sie sofort zur Sensation machte.

Gleich hinter dieser Brücke liegt die Place Dauphine, ein ruhiger dreieckiger Platz, den Heinrich IV. im selben Jahr, 1607, anlegen ließ. Selbst heute, nur wenige Schritte von den Menschenmassen rund um Notre-Dame entfernt, bewahrt er eine dörfliche Ruhe, die sich wie eine andere Welt anfühlt. Nahe dem östlichen Ende sorgt ein Blumen- und Vogelmarkt, der hier seit 1808 abgehalten wird, noch immer für einen Farbtupfer vor der Conciergerie.

Gut zu wissen

Die Île de la Cité ist kostenlos zu besichtigen und als öffentlich zugängliche Insel praktisch jederzeit zu Fuß erreichbar. Ihre geringe Größe macht einen Teil ihres Reizes aus: Notre-Dame, die Sainte-Chapelle und die Conciergerie liegen alle nur wenige Gehminuten voneinander entfernt, sodass sich mehrere bedeutende Sehenswürdigkeiten leicht in einem einzigen, entspannten Rundgang verbinden lassen.

Am besten kommt man früh morgens oder am späten Nachmittag, um die Place Dauphine und die Seine-Ufer ohne die Menschenmengen zu genießen, die sich gegen Mittag rund um Notre-Dame bilden. Die Insel ist über Metrostationen an beiden Brücken, im Norden wie im Süden, gut angebunden, und ihre Lage mitten in der Seine macht sie zu einem natürlichen Ausgangspunkt, um sowohl das rechte als auch das linke Seineufer zu Fuß zu erkunden.