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Musée de l'Orangerie

  • art-museum
  • 4.7
  • Preis: €12.50
  • Öffnungszeiten: Mi-Mo 09:00-18:00, dienstags geschlossen
Wegbeschreibung
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Geschichte

Der Architekt Firmin Bourgeois errichtete die Orangerie 1852 als Gewächshaus für die Orangenbäume des Tuileriengartens — ein rein praktisches Gebäude, das sie über die Wintermonate schützen sollte. Niemand ahnte damals, dass es eines Tages eine der beliebtesten Installationen der modernen Kunst beherbergen würde.

1918, einen Tag nach dem Waffenstillstand, der den Ersten Weltkrieg beendete, schenkte Claude Monet dem französischen Staat einen Zyklus monumentaler Seerosenbilder als Zeichen des Friedens. In seinen verbleibenden Lebensjahren, fast erblindet durch grauen Star, passte er die Serie speziell für zwei hier eigens errichtete ovale Säle an und erweiterte sie, unter seiner genauen Aufsicht so gestaltet, dass die riesigen geschwungenen Leinwände in natürlichem Licht erstrahlen. Die Installation wurde 1927 eröffnet, nur wenige Monate nach Monets Tod.

Wussten Sie schon?

Monet wollte, dass seine Seerosen als ein einziges, durchgehendes Panorama erlebt werden, nicht als Sammlung einzeln gerahmter Bilder, und genau dafür wurden die ovalen Säle gebaut: Beim Durchqueren des Raums umschließen die Leinwände die Besucher vom Boden bis zur Decke, ohne erkennbaren Anfang oder Ende der Abfolge.

Unterhalb der Monet-Säle beherbergt das Museum auch die Sammlung Walter-Guillaume, einen Schatz an Malerei des frühen 20. Jahrhunderts, zusammengetragen vom Kunsthändler Paul Guillaume und nach dessen Tod von seiner Witwe. Es ist ein überraschend reichhaltiger zweiter Akt des Museums, der von Cézanne über Renoir, Matisse, Picasso und Modigliani bis zu Soutine reicht.

Gut zu wissen

Im Vergleich zum Louvre oder zum nur einen Seine-Bogen entfernten Musée d'Orsay ist die Orangerie recht klein und gehört zu den Pariser Museen, die sich am schnellsten in aller Ruhe besichtigen lassen — ein bis zwei Stunden reichen, um alles ohne Hetze zu sehen, was sie zu einer guten Wahl macht, wenn die Zeit in der Stadt knapp ist. Dienstags ist geschlossen.

Da sie direkt im Tuileriengarten liegt, lässt sich die Orangerie ganz natürlich mit einem Spaziergang durch die Gärten vor oder nach dem Besuch verbinden — bei schönem Wetter sollte man etwas mehr Zeit einplanen, da die nahegelegenen Terrassen dann schnell voll werden.